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Channel: Selbstversorger-Gedanken – grüner Himmel
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Auch wenn man es nicht sieht…

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Es scheint zu stimmen: “Alles was du besitzt, besitzt irgendwann dich!”

Liegt darin das Geheimnis der Menschen aus ärmeren Ländern? Ich weiß nicht, ob euch dass auch schon aufgefallen ist. Wenn man irgendwo Reportagen sieht, die eine Kultur vorstellen, die unter sehr einfachen (in unseren Augen teilweise als “rückständig” wahrgenommen) Bedingungen leben: Diese Menschen lächeln!

doRep_CollageEin Blick in die Dominikanische Republik

Besonders aufgefallen ist mir das, als meine Cousine mir Fotos aus der Dominikanischen Republik zeigte. Sie ist häufiger dort und lebt dann nicht in einem Hotel, sondern direkt unter den Einheimischen. Ihre Fotos ergeben dann natürlich tiefere Einblicke in das Leben der Bevölkerung, als es ein Pauschaltourist von seiner Hotelburg aus, überhaupt wahrnehmen kann.

Schaut euch mal die Collage an. Die ersten drei Teller zeigen die Weihnachtssüßigkeiten für die Kinder. Wie ihr seht, sind da keine glitzernd verpackten Weihnachtsmänner und bunt verzierte Lebkuchen zu sehen, sondern überwiegend natürliche Süßigkeiten: Äpfel, Nüsse, Trockenobst..
Mit diesen drei Tellern bringt man an Weihnachten die Kinder des ganzen Dorfes zum Strahlen.
Der Junge daneben spielt mit einem Stock und einem alten Reifen. Er hat Spaß auch ohne ferngesteuertes Auto. Die beiden Fotos rechts zeigen eine Schaukel, sowie Hanteln. Natürlich Marke Eigenbau. In der Wohnhütte unten links, würden wir nichtmal den Inhalt unseres Wohnzimmers unterbringen können. Aber darin leben Menschen, die von sich sagen “Sie haben alles was sie brauchen!”

Sind es nicht diese Menschen, die wir uns als Vorbild nehmen sollten, wenn wir auf der Suche nach einem zufriedenem und erfüllten Leben sind?

Was man sieht…

FreiflächeDie bisherigen Aufgaben zur Entrümplungsaktion haben sich größtenteils auf die sichtbaren, offenen Flächen in der Wohnung gewidmet. Das war auch gut als Start. Wenn ich mich in unserem Wohnzimmer umschaue, hab ich ein richtig gutes Gefühl. Mir kommt es sogar so vor, als ob ich besser atmen und mich konzentrieren kann.

Angespornt durch dieses gute Gefühl, habe ich mir als nächstes das Innere unserer Wohnzimmerschrankwand vorgenommen. Immer ein Fach nach dem anderen.

Was man nicht sieht:

Schränke in Wohnzimmern beherbergen wirklich so einiges. Im Laufe der Zeit haben sich bei uns in so ziemlich jedem Fach irgendwelche Gegenstände angesammelt, die dort eigentlich (logisch betrachtet) nicht hingehören. Besonders “toll” fand ich die Schalen und Gläser, die mit Kleinkram a la Schrauben, Visitenkarten, gesammelten gesammelten Steinchen und sonstigem Kleinkram gefüllt waren. Alles zu schade zum Wegschmeissen?

Sicherlich nicht.

Wie entrümple ich am Besten, wenn mich eine kollossale Mixtur an verschiedensten Gegenständen nahezu erschlägt? Früher stand ich oft davor und über jedes Ding nachgedacht und mir fiel auch zu jedem etwas ein, um sein Bleiberecht zu begründen. Entweder war es eine Erinnerung, ein Geschenk oder man könnte es eventuell irgendwann nochmal brauchen.

So verstrich jedes Mal eine Menge Zeit in der ich auch nicht wirklich etwas geschafft habe. Mittlerweile habe ich eine Methode aus dem Buch “Die Wohnungsdiät” übernommen.

Aufgabe 6

Dieses Mal Bedarf es einer kleinen Vorbereitung: Markiere dir auf dem Fußboden ein großes Kreuz, so dass sich vor dir 4 getrennte Flächen ergeben. Eine davon ist für Müll reserviert. Hier kannst du auch schon einen Papierkorb oder Müllbeutel bereitstellen. Die zweite Fläche ist für Dinge, die später in das ausgeräumte Fach zurück kommen. Die Dritte für Gegenstände, die einen neuen Platz benötigen, weil sie in dem Fach keinen Sinn machen. Die letzte Fläche ist für alles, was du nicht mehr brauchst, was aber zu schade für den Müll ist. Also alles, was du verschenken oder verkaufen kannst.

Stelle dir nun wieder deinen Wecker auf 30 Minuten. Diese Zeitspanne kann man auch als Aufräummuffel ertragen.

Jetzt öffne das erste Schrankfach und räume wie folgt aus: Entnimm jedes Teil einzeln und ordne es spontan (wenige Sekunden!) einem der vier Felder zu.

Im Idealfall sind die Felder “Müll” und “Verschenken” am meisten gefüllt.

Ist das nicht so, nimm dir die anderen zwei Felder nochmals vor. Hinterfrage nochmal, wann du das Teil zuletzt benutzt hast. Wann wirst du es vorraussichtlich wieder benutzen? Brauchst du es wirklich?
Wenigstens ein paar Gegenstände sollten nun doch noch in “Müll” und “Verschenken” Felder gewandert sein.

Nun bring den Müll am besten gleich zur entsprechenden Tonne. Danach wisch das leere Fach noch mal ordentlich aus und stelle alles zurück, was auch in dieses Fach zurück soll.

Hat dein Wecker schon geklingelt?

Wenn du jetzt nicht mehr Feuer und Flamme bist, höre für heute auf. Aber setz dir dann unbedingt ein nicht zu weit entferntes Zeitlimit (am besten morgen!), bis wann du neue Plätze gefunden, bzw. die Sachen verschenkt hast.

Wenn du aber von dem tollen Gefühl von mehr Platz, Ruhe und Freiraum noch nicht genug hast: Widme dich jetzt diesen Bereichen. Weg ist weg!

Ich habe aus unserem Wohnzimmerschrank fast 50% aller Sachen aussortiert!

Diese Aufgabe lässt sich für jedes weitere Schrankfach (nicht nur im Wohnimmer) wiederholen.

Mach es! Du kannst nur gewinnen!

 

 

Die Fotos aus der DomRep hat mir meine liebe Cousine freundlicher Weise zur Verfügung gestellt. Danke!


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