Oh weh! Hat mich der Schweinehund erwischt? Ich wollte doch die ganze Wohnung entkrempeln und aufräumen. Bisher hab ich mich fast nur dem Wohnzimmer gewidmet und ein bisschen dem Flur.
Okay, dass Wohnzimmer ist dafür fertig. Dort habe ich wirklich alle Schränke & Regalfächer auf links gedreht und jede Menge aussortiert. Soviel, dass nun sich in unserem Schlafzimmer die aussortierten Sachen stapeln, die zu schade für den Müll sind.
Ja, daran hängt es gerade bei mir.
Dank Knutselzwergs Nachfrage zum weiteren Entrümpeln hab ich den Schweinehund aber wieder weg geschickt und mir einen Schlachtplan zurecht gelegt, wie es nun weiter gehen soll.
Bevor wir uns nun dem nächsten Raum widmen, um uns von Krempel zu befreien, gibt es zunächst einmal einige Überlegungen, wie ich die Motivation oben halten kann.
Motivation
1.) Ich halte mir vor Augen und genieße bewusst, was mir die bisherige Arbeit allein im Wohnzimmer gebracht hat. (hihi, gerade hab ich mich vertippt, aber so dass ich es irgendwie passt: Durch die Arbeit im WAhnzimmer hab ich nun ein WOhnzimmer…)
2.) Ich lege mir eine Liste mit Belohnungen für mich selbst an. Kleine Wünsche, die ich mir dann nach und nach erfüllen werde. Wichtig bei der Liste ist, dass die Belohnungen möglichst nichts darstellen, was damit verbunden ist, neue Gegenstände in die Wohnung zu holen.
3.) Anhand meiner Erfahrung im Wohnzimmer, versuche ich mal zu überschlagen, wie lange ich für den Rest unserer Wohnung brauchen werde. Ob mein selbst gesetztes Zeitziel überhaupt realistisch ist?
Grundsätzlich wollte ich ballastfrei ins neue Jahr starten. Das wären jetzt genau 7 Wochen. Aber die Woche vom 24. bis 31. Dezember wollte ich eigentlich nicht mit Aufräumen verbringen. Also maximal 6 Wochen.
Klingt viel, ist es aber gar nicht. Neben der eigentlichen Entrümplungsarbeit, läuft ja mein Leben mit Arbeit und Haushalt trotzdem weiter. Und die entrümpelten Dinge müssen ja auch noch verschenkt, verkauft oder sonst wie aus der Wohnung rausgeschafft werden. Wenn das kein Full-Time-Job werden soll und kann… *grübel-grübel*
Okay, also als konkretes Datum setze ich mir jetzt den 18. Dezember. Das sind genau 5 Wochen bzw. ein Monat.
4.) Meine persönlichen Gute-Laune-Aufräum-Motivationslieder, die ich schon als Kind gehört habe:
Das erste Video vermittelt irgendwie so ein “leichtes” Gefühl in punkto aufräumen. Das zweite fällt mir immer ein, wenn ich das erste gehört habe und irgendwie gehören die für mich zusammen.
Zukünftig wird also auf eine positive musikalische Untermalung der Entrümplungsaktion geachtet.
5.) Ich finde Aufräumen wirklich keine tolle Aufgabe und finde manchmal die Ergebnisse nicht richtig greifbar. Deshalb versuche ich mir diese gerne auch mal auf meßbare Werte umzumünzen. Ein Beispiel dafür findet sich in der Zeitungsstapelaufgabe wieder. Eine andere ist, die aussortierten Dinge mal auf die Waage zu stellen und sich bewusst zu machen, wieviel kg man da eigentlich losgeworden ist. Auch die bewusste Wahrnehmung des Volumens von aussortierten Sachen kann echt überwältigend sein.
Aufgabe 7
Überprüfe deine Ergebnisse, Ziele und Motivation. Lege auch du dir unbedingt ein konkretes Datum als Ziel fest und notiere dir mindestens 20 Belohnungen für dich selbst.
Der vergessene Raum
Die meisten von euch haben eine Abstellkammer. Hand auf’s Herz: Wie sieht es dort aus?
Bei uns ist es ein reiner Abstellraum für die vielen Dinge, die sonst keinen Platz haben. Also wirklich jede Menge Potenzial sich ungenutzter Dinge zu entledigen.
Vergessen habe ich diesen Raum nicht, aber verdrängt. Ins Bewusstsein ist er mir wieder gerückt, als ich gemerkt habe, dass ich alles was aus dem Wohnzimmer geflogen ist im Schlafzimmer zwischenlagern muss.
Deshalb rücke ich als nächstes dieser Rumpelkammer zu Laibe.Es ist derzeit wirklich eine einzige Katastrophe, weil dieser Raum wirklich lieblos genutzt (besser: benutzt) wird. Alles was irgendwann mal in der Wohnung im Weg stand, wurde vorerst irgendwie in diesen Raum gestopft.
Was ist sinnvoll an diesem Ort aufgehoben:
- größere, nicht dauerhaft genutzte Gegenstände für den Haushalt (Staubsauger, Wäscheständer, Haushaltsleiter, Einkochautomat)
- Kisten mit Dingen die wir nicht das ganze Jahr über brauchen (saisonales)
- bestimmte Vorräte (bei uns z.B. leere Gläser, Getränke, Trockennahrung, Eingemachtes)
Der letzte Punkt ist stark abhängig von den Gegebenheiten des Raumes. Bei uns ist er ungeheizt (trotzdem ca. 16°C) und ohne Fenster. Unsere Apfelvorräte können wir hier z.B. garantiert nicht lagern.
Beim Einräumen sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Dinge die wir öfters brauchen, besser zu erreichen sind, als solche, die wir nur selten nutzen.
Aufgabe 8
Da wir ja durch die letzte Aufgabe gerade wieder ganz besonders motiviert sind, stellen wir den Wecker dieses Mal auf 90 Minuten.
Diese Aufgabe ist recht umfangreich und da solltest du dieses Mal auf jeden Fall ein bisschen mehr Zeit einplanen. In 30 Minuten Häppchen würde sich das jetzt wie ein Kaugummi in die Länge ziehen. Das würde sich wieder ungünstig auf die Motivation auswirken.
Da Abstellkammern meist sehr kleine Räume sind, macht es Sinn, diesen Raum einmal komplett leer zu räumen. Überlege dir kurz, wo du all diese Dinge nun zwischenlagerst. Das Wohnzimmer ist tabu, denn da bist du ja nun gerade fertig, oder nicht?;-)
Merke: Zwischenlagern ist eigentlich immer schlecht, da es immer weitere Arbeit mit sich bringt. In diesem Fall muss es aber sein.
Wenn die Kammer leer ist, schau dich einmal um: Hast du genug Regale in diesem Raum? Wie sollte er strukturiert sein, damit du ihn sinnvoll einräumen und dann auch endlich vernünftig nutzen kannst?
Wenn er gut strukturiert ist, hast du Glück und kannst den nächsten Schritt überspringen. Ansonsten:
Strukturiere den Raum, so wie es für dich Sinn macht. Eventuell musst du weitere Regale besorgen. Bedenke aber dabei, dass ein Abstellraum nicht unbedingt nach neuen Möbeln lechzt. Frage doch mal bei Bekannten nach. In vielen Kellern schlummern ungenutzte Möbel. Also vielleicht auch ein Regal für dich?
Ist der Raum übersichtlich und praktisch eingerichtet, kannst du dich ans Einräumen mache. Schreibe dir eine Liste (s.o.) was du für dich in diesem Raum unterbringen möchtest.
Räume nun genau diese Dinge zurück.
Alles was nun noch im Zwischenlager ist wird radikal aussortiert!
Überprüft eure Lust und Motivation bei jedem Weckerklingen. Nur weiter machen, wenn ihr euch noch wohl fühlt. Sonst am nächsten Tag mit neuer Energie wieder für 90 Minuten. so lange bis die Rumpelkammer zu einem sinnvoll genutztem Raum geworden ist.
Im Idealfall hast du nach dieser Aktion in deinem Haushaltsraum noch freie Regalfächer. Denn wenn wir uns weiter durch die Räume arbeiten, wird sicher nochmal das ein oder andere auftauchen, das hier einen Platz braucht.